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Lexikon

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NDR

Siehe auch: ARD, Landesfunkhaus, Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Der Norddeutsche Rundfunf (NDR) ist seit 1955 die gemeinsame Landesrundfunkanstalt der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und seit dem 1. Januar 1992 auch Mecklenburg-Vorpommern. Der NDR ist seit seiner Gründung Mitglied der ARD und heute die drittgrößte ARD-Anstalt.

Der Norddeutsche Rundfunk strahlt acht Radioprogramme und das NDR Fernsehen aus. Der Sender ist eine gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts und damit unabhängig von Staat, politischen Parteien und gesellschaftlichen Gruppen. Gesetzliche Grundlage ist der NDR-Staatsvertrag vom 17./18.12.1991 (zuletzt geändert am 1./2.05.2005, in Kraft getreten am 01.08.2005), der Aufgaben, Organisation und gesellschaftliche Kontrolle der Rundfunkanstalt regelt. Der NDR hat durch seine Organe (Rundfunkrat, Landesrundfunkräte, Verwaltungsrat und Intendant) das Recht zur Selbstverwaltung. Die Rechtsaufsicht führen die Landesregierungen, die Finanzkontrolle erfolgt durch die Rechnungshöfe der vier NDR-Staatsvertragsländer.

Der Rundfunkrat besteht aus höchstens 58 Mitgliedern, die von bedeutsamen politischen, weltanschaulichen und gesellschaftlichen Organisationen und Gruppen entsendet werden. Welche Gruppen und Organisationen das sind, ist im NDR-Staatsvertrag festgelegt. Aufgabe des Rundfunkrats ist es u.a. "... die Interessen der Allgemeinheit auf dem Gebiet des öffentlich-rechtlichen Rundfunks [zu] vertreten." (§ 18 Abs. 1 NDR-Staatsvertrag).

Die Landesrundfunkräte werden aus den Mitgliedern des Rundfunkrats des jeweiligen Landes gebildet. Eine der wesentlichen Aufgaben der Landesrundfunkräte ist die Überwachung der "... Einhaltung der Programmanforderungen für die jeweiligen Landesprogramme ..." (§ 23 Abs. 2 NDR-Staatsvertrag).

Der Verwaltungsrat hat zwölf Mitglieder, die vom Rundfunkrat gewählt werden. Zum Aufgabengebiet des Verwaltungsrats gehört u.a. die Überwachung der Geschäftsführung des Intendanten oder der Intendantin. Dies gilt allerdings nicht für die Gestaltung der Programme, die allein durch den Rundfunkrat bzw. die Landesrundfunkräte überwacht wird.

Geleitet wird der NDR von einem Intendanten oder einer Intendantin. Gewählt wird er oder sie vom Rundfunkrat auf Vorschlag des Verwaltungsrats. Mit der Stellvertreterin oder dem Stellvertreter sowie den Direktorinnen und Direktoren berät der Intendant / die Intendantin die Angelegenheiten des NDR. Im übrigen regelt die NDR-Satzung die Aufgaben, Befugnisse und Rechtsverhältnisse der NDR-Leitung.

Zentraler Sitz des NDR ist Hamburg. Der Sender unterhält Landesfunkhäuser in Hamburg, Hannover, Kiel und Schwerin sowie Studios und Korrespondentenbüros, die für die vier norddeutschen Bundesländer regionale Radio- und Fernsehprogramme produzieren.

http://www.ndr.de

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