Im Jahr 2005 wurde das bisherige, analoge Antennenfernsehen, dessen Bedeutung stark zurückgegangen war, auf die digitale Verbreitung umgestellt. Seitdem sind in Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend digitale Angebote über DVB-T (das „T“ steht für Terrestrik) zu empfangen. Dabei werden auf einem bisher analog für ein Programm genutzten Kanal nun vier digitale Sender ausgestrahlt.

Neben dieser Kostenersparnis für die Programmveranstalter profitieren die Zuschauer durch eine deutlich bessere Übertragungsqualität und eine größere Programmvielfalt.
Anstatt bisher drei Programmen sind nun acht Angebote zu empfangen. Neben dem Ersten und dem ZDF sind der NDR mit dem Nordmagazin, der MDR mit dem Schleswig-Holstein-Magazin, der rbb, der Kinderkanal im Wechsel mit ZDFdoku und ZDFinfo im Wechsel mit 3sat zu sehen. Zusätzlich wird der MHP-Datendienst ZDFdigitext bereitgestellt. Private Sender sind bisher noch nicht über DVB-T im Nordosten zu empfangen.
Für den Empfang der Sender ist ein zusätzliches Gerät, eine so genannte „Set-Top-Box“, notwendig. Solche Geräte sind zu Preisen ab ca. 50 Euro im Handel erhältlich. Ausführliche Informationen gibt es auf nachfolgenden Internet-Seiten und im abrufbaren Leitfaden.
Neben diesem digital-terrestrischen Verbreitungsweg kann digitales Fernsehen natürlich auch über Kabel und Satellit empfangen werden. Nicht zuletzt das Internet stellt einen mehr und mehr genutzten digitalen Übertragungsweg für Fernsehen dar. Für die Anbieter von Sendungen, die ausschließlich über das Internet verbreitet werden, gilt: Erst ab Streaming-Angeboten für mehr als 500 gleichzeitige Nutzer muss eine Zulassung bei der zuständigen Landesmedienanstalt beantragt werden.